7 – WAS war zuerst da ❓

Beim Huhn oder Ei kann das ja endlose Diskussionen oder Gedankenschleifen auslösen… und es gibt noch weitere Beispiele, die zeigen, dass nicht alles so klar ist, wie es auf den ersten Blick scheint…

 

Ich habe kürzlich ein spannendes Buch gelesen: „Das innere Navi“.

Dort wird der Unterschied zwischen Ratio, Intuition, Inspiration, Herzintelligenz und Absicht erklärt. (Wobei ich in dieser Auflistung lieber den Begriff „Intention“ statt Absicht gehabt hätte… einfach so aus meinem Bauchgefühl… 🙃 … aber das bin ich… mit allen Vor- und Nachteilen 😜 )

Bei der Unterscheidung der 5 Disziplinen des Denkens zeigt die Autorin auf, dass der Verstand Kausalität liebt – also wenn alles logisch, schlüssig und linear ist: wenn ich A mache, dann folgt die Wirkung B. Das macht das Leben einfacher und berechenbarer.

Beim Huhn und beim Ei kommt dieser Ansatz aber an seine Grenzen… und nicht nur da…

Gefühl oder Gedanke?

Was meinst DU? Was geht dem anderen voraus?

Sprich: was ist die Ursache?

Lösen Gedanken Gefühle aus oder sind Gefühle verantwortlich für unsere Gedanken?

Überlege Dir das gerne einmal, bevor Du weiterliest…

Meine Erfahrung wird von meinen Klienten immer wieder bestätigt:

Von Beginn unseres Lebens an führen starke Gefühle zu unbewussten Interpretationen (= Gedanken) … sprich: wir leiten daraus Bewertungen und Regeln ab.

Denn Babys fühlen vom ersten Moment an … erst einmal ganz vereinfacht: angenehm oder unangenehm? „Unangenehm“ ist zum Beispiel Hunger oder Einsamkeit und diese beiden haben für ein Baby eine ganz andere Tragweite als für einen Erwachsenen. Ein Baby kann seine Bedürfnisse weder klar in Worten ausdrücken noch selber erfüllen. Sein Überleben hängt also zu 100% von den verantwortlichen Menschen ab. Wie schon mehrmals betont, hängen diese ersten Erfahrungen sehr stark mit späteren Grundeinstellungen zusammen wie zum Beispiel:

A: „Wenn ich laut genug schreie, bekomme ich irgendwann, was ich will“ 😡… oder

B: „Ich muss mich gar nicht zum Ausdruck bringen… es nützt sowieso nichts“ 😔 … oder

C: „Ich bin rundherum bestens versorgt und bekomme immer alles, was ich brauche“ 😇

Welches dieser sehr vereinfachten Beispiele würde da am ehesten Deiner Grundprägung entsprechen?

Und ist Dir damit wohl?

WAS kann ich ändern, wenn es mir nicht gut geht?

Was wir dann eigentlich ändern wollen, ist das Gefühl… wir wollen uns besser fühlen.

Gefühle sind aber schwer mit dem Willen zu beeinflussen… Das haben früher vielleicht schon manche Eltern versucht mit Anordnungen wie: „Tu nicht so dumm!“ oder „Du hast doch keinen Grund traurig zu sein“ oder „Benimm Dich – was sollen die anderen denken?“

Das zeigt eigentlich nur, dass der Umgang mit Gefühlen nicht gelernt wurde und die Erwachsenen selbst überfordert sind damit. Denn eigentlich wollen Gefühle nur gefühlt werden… nichts weiter 🤷 … Wenn der ideale Umgang mit Gefühlen Verdrängen wäre, würden sie wohl besser „Gedränge“ heissen… tun sie aber nicht 😉 😜 …

Das Gedränge findet aber durchaus statt… denn das Verdrängen – das Wegdrücken (lat.:

de-pressere… 👆 ) erzeugt Druck und damit auch Widerstand. Und dieser Widerstand ist es, der manche Gefühle so unangenehm macht… nicht das Gefühl selbst! 👆

WIE kann ich es ändern, wenn es mir nicht gut geht?

Es gibt immer mindestens 2 Möglichkeiten:

Die erste ist, dem Gefühl Raum zu geben und es schlichtweg „bejahend“ zu fühlen.

Das heisst, das Gefühl anerkennen, würdigen und da sein lassen… mehr nicht…

Diese Selbstempathie erspart den Widerstand und damit eine Menge Energie.

Die zweite Möglichkeit ist zu prüfen, welcher Gedanke (meist eine Erfahrung und unsere Beurteilung dieser Erfahrung) unserem Gefühl vorausgegangen ist. Denn bei Erwachsenen ist der Mechanismus in der Regel umgekehrt wie bei kleinen Kindern. Da löst ein Gedanke ein Gefühl aus. Und dann ist das Vorgehen zum Beispiel wie im letzten Impuls beschrieben: die Überprüfung mit einer vernünftigen Frage wie zum Beispiel:

„Ist das wirklich wahr?“ 😊 🙃 😊

Wenn du auf diesem Weg Unterstützung suchst, dann bin ich gerne für dich da.

Achtsamkeit ist dabei das Fundament…

…und damit die Voraussetzung für beide Möglichkeiten… und darüber werde ich im nächsten Mal schreiben…

Bis dahin liebe, farbenfrohe Grüsse von

Lilly

und vergiss nie:

DU BIST VIEL STÄRKER ALS DU DENKST!

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